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Ausbildung in Zeiten von Corona

06. July 2020

Lesezeit: ca. zwei Minuten

Die aktuelle Corona-Krise erfordert von den überwiegend jungen Nachwuchskräften im Ausbildungsumfeld viel Kraft und Unterstützung, besonders seitens der Arbeitgeber. Die Azubis bangen um ihre Ausbildungsstellen und haben zudem Angst, aufgrund der Pandemie diese nicht mehr ausführen oder beenden zu dürfen. Nicht ohne Grund, denn viele Unternehmen können zurzeit wegen der temporären Anmeldung von Kurzarbeit, diversen Umsatzeinbußen oder gar Insolvenzverfahren keine neuen Ausbildungsplätze vergeben oder laufende Auszubildenenverträge fortführen. In diesem Kontext ist es laut dem deutschen Industrie-und Handelskammertag (DIHK) wichtig, sich vor allem digital über aktuelle Veränderungen sowie verschiedene Beratungsmöglichkeiten zu informieren. Hilfreich könnte auch ein (digitales) Praktikum oder eine weiterqualifizierende Fortbildung sein, um die aktuelle wirtschaftliche, Corona bedingte Krise bis zur Ausbildung zu überbrücken und somit die Chance zu erhöhen, im nächsten Jahr einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Jährlich sinkt die Anzahl der Bewerbungen sowie das Angebot der Ausbildungsplätze!


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Eine finanzielle Prämie für Unternehmen bei einer Übernahme von Azubis soll den stockenden Ausbildungsmarkt in Schwung bringen. Jedoch gab es bereits auch schon vor der Corona-Pandemie Schwierigkeiten bei der Gewinnung von Azubis in den verschiedensten Berufsfeldern. So wurde in den letzten Jahren ein signifikanter Rückgang an Bewerbungen beobachtet. Hinzu kommen die jährlich sinkenden Angebote der Ausbildungsplätze. Im letzten Jahr sank das Angebot innerhalb eines Jahres um 11.000 Lehrstellen. Diese Tatsache erschwert zusätzlich die Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz.

Eine weitere Befürchtung ist, dass sich die Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt wie bei der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 wiederholen könnten. Laut den Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung gab es 2009 einen enormen Vertragsrückgang, das heißt im Vergleich zum Vorjahr wurden deutlich weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen. Die Nachfrage war am Ende des Berichtsjahres im Jahr 2009 deutlich größer als das Angebot an vorhandenen Ausbildungsplätzen. 

Dementsprechend könnten die Forderungen nach finanzieller Unterstützung für beide Parteien hilfreich sein und somit einen weiteren rapiden Abfall beider oben genannten Gesichtspunkte aufhalten, beziehungsweise verlangsamen. Es lässt sich erahnen, dass alle Ausbildungsberufe zusätzlich durch Corona belastet werden, jedoch Hilfen und Perspektiven angeboten werden, sodass auch in dieser schwierigen Zeit Ausbildungen angefangen werden können.

Autor des Blogs: Jennifer Pacharzyna


Verwendete Quellen:
  • https://www.produktion.de/wirtschaft/corona-crash-krise-verschaerft-lage-auf-ausbildungsmarkt-127.html
  • https://www.dihk.de/de/aktuelles-und-presse/presseinformationen/-ausbildung-mit-gemeinsamen-anstrengungen-ermoeglichen--23600
  • https://www.dihk.de/de/aktuelles-und-presse/tdw/herausforderungen-fuer-die-ausbildung-in-der-corona-pandemie--23588
  • https://www.saarbruecker-zeitung.de/nachrichten/wirtschaft/corona-praemie-fuer-firmen-bei-uebernahme-von-azubis_aid-51330455?utm_source=push-service&utm_medium=cleverpush&utm_campaign=cleverpush-1590496202-Corona-Pr%C3%A4mie%20bei%20%C3%9Cbernahme%20von%20Azubis
  • https://www.bibb.de/de/16459.php
  • Bilder: https://blogaufbau.de/kostenlose-lizenzfreie-bilder/
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